2. Bayernkaserne: Weiterführung Tram 23 bis Kieferngarten?

 

Sind Sie für oder gegen die Weiterführung der geplanten Tram 23 über das Baugebiet der Bayernkaserne hinaus, über die Heidemannstraße, mit Wendeschleife zwischen dem Bahnkörper der U6 und den Wohnhäusern der Kieferngartenstraße, obwohl nach Stadtratsbeschluss auf der gleichen Strecke eine Expressbuslinie eingerichtet wird?

 

ÖDP, Tobias Ruff:

Nein, ich bin dagegen. Ich hätte mir eine rasche Realisierung der U 26 gewünscht. Da es hierfür momentan keine politische Mehrheit gibt, habe ich beantragt die Tram im Bereich Kieferngarten tiefer zu legen. Sie würde dann die Heidemannstraße kreuzungsfrei passieren und im Sperrengeschoss der U-Bahnhaltestelle ankommen. Vorteil wäre ein einfacheres Umsteigen und vor allem keine Lärmbelästigung der Anwohner gewesen. Leider hatte ich mit der Idee keinen Erfolg. Denkbar wäre für mich auch eine Weiterführung der Tram statt zum Kieferngarten durch die Burmesterstraße zur PR Anlage Fröttmaning.

 

Bayernpartei, Richard Progl:

Wie bereits beschrieben halten wir den Anschluss der Tram 23 an die U-Bahn Studentenstadt für sinnvoller, da die Heidemannstraße (insbesondere an der Kreuzung Kieferngartenstraße / Lilienthalallee) heute bereits überlastet ist und der Verkehr durch eine querende Trambahn vollends kollabieren würde. Wir halten es für vollkommen unrealistisch, dass jemals eine U-Bahnlinie gebaut wird, wenn auf der Strecke schon eine Trambahn fährt. Deshalb schnellstmöglich Expressbus, dann U-Bahn. Dies wäre auch für die Anwohner der Kiefergartenstraße am verträglichsten.

 

FDP, Jörg Hoffmann:

Grundsätzlich sind wir für eine Fortführung der Tram 23 zur U6 Kieferngarten. Wir haben aber noch deutlichen Klärungsbedarf was die Linienführung und die Lösung der Konflikte bei der Trasse betrifft. Erst wenn die näheren Planungen vorliegen, werden wir entscheiden, ob die Fortführung der Tram sinnvoll ist oder durch den Expressbus bedient werden soll.

 

FREIE WÄHLER, Peter Mehling:

Nein, die Tram 23 soll von der Bayernkaserne über den FC Bayern Campus bis zum Helmholtz Zentrum geführt werden.

 

AfD, Wolfgang Wiehle:

Busse sind grundsätzlich flexibler als Straßenbahnen, beispielsweise wenn einmal Linien wegen einer veränderten Stadtentwicklung verlegt werden sollen oder auch kurzfristig im Falle von Verkehrsstörungen. Deshalb bin ich gegenüber der Tram-Weiterführung skeptisch.

 

Die Linke, Thomas Lechner:

DIE LINKE ist für eine Anbindung der Tram 23 an die U6 an den Kieferngarten oder Fröttmaning. Die genaue Wegführung muss im Planfeststellungsverfahren geklärt werden. Die Expressbuslinie hat in meinen Augen zu viele Nachteile

 

Bündnis 90/Die Grünen, Katrin Habenschaden:

Eine Verknüpfung mit der U6 erachten wir als dringend erforderlich, um attraktive Nahverkehrsverbindungen herzustellen und Auto-Verkehr langfristig zu vermeiden. Zudem fehlt in der Bayernkaserne der andernfalls benötigte Platz für eine Wendeschleife. Wir streben eine Weiterführung der Tram nach Fröttmaning an, um dort zusätzlich Park-and-Ride-Potenziale zu erschließen.

 

SPD, Dieter Reiter:

Die Weiterführung der Tram 23 zur U-Bahn-Station Kieferngarten ist einerseits erforderlich, da es im Baugebiet Bayernkaserne keine Wendemöglichkeit gibt. Andererseits stellt dies aber auch eine wichtige Vernetzung zur U6 von und nach Norden dar, die die Expressbuslinie nicht umsteigefrei übernehmen kann und deshalb das Ziel, möglichst viele Pendler zum Umstieg auf den ÖPNV zu bewegen, nicht erfüllen kann.

 

CSU, Kristina Frank:

Wir sind gegen eine Weiterführung der Tram 23 auf der Heidemannstraße. Die Anbindung ans ÖPNV-Netz soll ab dem großen Quartiersplatz mit einem Expressbus sichergestellt werden, der sowohl den Anschluss zur U2 als auch zur U6 gewährleisten kann.

 

 

Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen
© Siedlervereinigung Am Hart e.V.