1. Bayernkaserne: Anbindung an den ÖPNV

 

Wie wollen Sie die Bayernkaserne mittel- und langfristig an das öffentliche Nahverkehrsnetz anschließen?

 

ÖDP, Tobias Ruff:

Von Süden her sollte das Baugebiet der ehemaligen Bayernkaserne möglichst rasch an das Tramnetz (Tram 23) angeschlossen werden, um eine rasche direkte Verbindung Richtung Innenstadt zu ermöglichen. Zusätzlich bedarf es leitungsfähiger Busverbindungen zu den U-Bahnhaltestellen Kieferngarten und Am Hart. Langfristig muss die Bayernkaserne auch von der, zur Bewältigung der Pendlerströme ohnehin notwendigen U 26, bedient werden.

 

Bayernpartei, Richard Progl:

Die BAYERNPARTEI setzt sich für eine Anbindung des Gebiets durch die Verlängerung der Tramlinie Münchner Freiheit – Schwabing Nord über die Bayernkaserne mit Anbindung an die U-Bahnhaltestelle Studentenstadt ein. Darüber hinaus ist der Bau der sog. U26 dringend notwendig.

 

FDP, Jörg Hoffmann:

Aktuell sind geplant: 10 Jahre Planungszeit und 10 Jahre Bauzeit, heißt Fertigstellung der U26 im Jahr 2040. Das wollen wir deutlich beschleunigen und nicht mehr nur weiterdenken, wenn Bundesmittel in Aussicht gestellt werden. Wir brauchen so schnell wie möglich eine bessere Infrastruktur im Münchner Norden, und damit müssen wir sofort anfangen, es klemmt jetzt schon. Die U26 ist dabei ein wichtiger Baustein. Die kurzfristig geplante Schnellbuslinie unterstützen wir, allerdings wollen wir die Heidemannstraße in allen Teilen für den Individualverkehr zweispurig erhalten, um die Situation nicht noch weiter zu verschärfen. Der Schnellbus allein wird die schon vorhandenen Engpässe nicht beheben und die neuen Bewohner abtransportieren können. Die Tram 23 durch das Gebiet Bayernkaserne ist wichtig für die Erschließung - wir würden sie gern noch in diesem Jahr an das Tramnetz anschließen (über die Parzivalstraße) und bis zum Hauptbahnhof führen. Wir sehen hierin großes Entlastungspotential.

 

FREIE WÄHLER, Peter Mehling:

Ich bevorzuge anstelle einer U26 auch aus zeitlichen Gründen (bis zur Inbetriebnahme) eine erweiterte Planung der U9 mit Verlängerung über Bonner Platz – Berlinerstraße – Domagkstraße – Bayernkaserne – Fröttmaning (wegen Kapazitätssteigerung in den Norden und auch der Option einer Fantrennung in die Allianz Arena). Jedes Einfädeln einer U-Bahn ist störanfällig.

 

AfD, Wolfgang Wiehle:

Ich unterstütze den Bau der U-Bahnlinie „U26“ zwischen den Anschlussstellen „Am Hart“ und „Kieferngarten“ und auch deren möglichst baldige Realisierung. Was sich schnell und flexibel realisieren ließe, sind z.B. reguläre Busse. Die Stadt hat sich für den Bau einer Expressbustrasse, welche die Ingolstädter Straße kreuzt, entschieden, nur scheint diese Herausforderung in Kombination mit der erforderlichen Aufweitung der Kreuzung Ingolstädter und Heidemannstraße sowie dem geplanten Radschnellweg München-Nord noch nicht ausreichend gelöst. Es ist zu erwarten, dass die Beteiligung der Öffentlichkeit auf großes Interesse in beiden betroffenen Stadtbezirken stoßen wird, wobei ich hier durchaus z.B. für die Ergebnisse eines Ideenwettbewerbs offen bin, den ich mir hierzu vorstellen könnte. Unabhängig davon, ob dabei eine Bus- oder Trambahnstrecke bevorzugt wird, sollte in der Heidemannstraße im Bereich der Engstelle um die Jet-Tankstelle sehr vorsichtig geplant werden, z.B. mit gemeinsamer Nutzung des Straßenraumes für den Autoverkehr und Bus bzw. Tram oder mit bestenfalls einer einzelnen neuen Spur für Bus bzw. Tram.

 

Die Linke, Thomas Lechner:

Antwort: Tram 24 (Petuelring) – Am Hart – Kieferngarten und Tram 23 Münchner Freiheit – Kieferngarten.

Begründung: Die Tram bietet gegenüber der U-Bahn wesentliche Vorteile bezüglich Realisierungszeitraum, Kosten und Erschließung vor Ort. Problematisch bei der U26 ist die betriebliche Einbindung in die U2 und U6. Langfristig: Tram 24 über Petuelring zum Nordbad und weiter über die Schleißheimer Straße, Stiglmaierplatz, Hauptbahnhof (Paul-Heyse-Unterführung), Goetheplatz zur Silberhornstraße. Tram 23 über Münchner Freiheit, Giselastraße, Pinakotheken zum Stachus.

 

Bündnis 90/Die Grünen, Katrin Habenschaden:

Mithilfe einer Tram 23 vom Kieferngarten zur Münchner Freiheit (mit einer direkten Tram-Anbindung der Münchner Freiheit zum Hauptbahnhof) sowie einer weitgehend auf Rasengleisen geführten Tram 24 von Am Hart (U2) zum Kieferngarten (U6) (statt dem derzeit auf dieser Strecke geplanten Schnellbus). Längerfristig ggf. auch mithilfe einer U26 von Am Hart zum Kieferngarten, die jedoch vom Bau einer U9 abhängt.

 

SPD, Dieter Reiter:

Das hat der Stadtrat bereits beschlossen: langfristig soll eine U-Bahn-Verbindung zwischen den Stationen Kieferngarten und Am Hart entstehen. Kurzfristig wird die ÖPNV-Verbindung über Expressbusse in kurzer Taktung sichergestellt. Die Möglichkeit für eine Tram bleibt aber offen.

 

CSU, Kristina Frank:

Mittelfristig möchten wir die Bayernkaserne mit der Tram 23 gen Süden und im Norden mit einer Expressbuslinie, die von der U2 Am Hart über die Bayernkaserne zur U6 am Kieferngarten fährt, anbinden. Langfristig steht für uns unausweichlich fest, dass die Bayernkaserne mit der U26 erschlossen werden muss. Wir haben dies in der vergangenen Woche nochmals mit einem Stadtratsantrag unterstrichen. Die Planungen hierfür sollen unverzüglich aufgenommen werden!

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